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Autos sollen sicherer werden - Dresdner Unfallforscher mit Studie

Dresden (dpa/sn) - Dresdner Unfallforscher wollen Europas Autos sicherer machen. Ende Juli wird erstmals eine Studie der Experten von der Technischen Universität zu Unfällen mit Fußgängern einer EU-Kommission vorgestellt, sagte Andreas Georgi am Donnerstag in einem dpa-Gespräch. Die Arbeitsgruppe sammelt seit fünf Jahren Daten zu Ursachen, Verlauf und Folgen von Unfällen im Straßenverkehr, bei denen Menschen verletzt wurden. Am 2. Juli 1999 waren die roten Fahrzeuge der Unfallforschung erstmals in Dresden ausgerückt.
«Ab dem Jahr 2010 müssen Neuwagen in Europa neben bekannten Kriterien vier spezielle Crash-Tests zur Sicherheit von Fußgängern nachweisen», erläuterte der Ingenieur für Kraftfahrzeugtechnik einen der Hintergründe für die Forschungen. Auftraggeber der Studie ist der Gesamtverband Europäischer Automobilhersteller.
Ziel unserer Arbeit ist die Optimierung von Systemen für Autos, die Unfälle verhindern oder glimpflicher verlaufen lassen», sagte Georgi. So hätten Untersuchungen ergeben, dass bei Einsatz des ektronischen Stabilisierungsprogramms ESP - es verhindert das Shleudern von Fahrzeugen - rund 20 Prozent weniger Unfälle passieren als ohne das System.
Zu mehr als 4000 Unfällen mit Personenschaden in oder um Dresden ind die roten Einsatzfahrzeuge der Unfallforschung seit dem Start am . Juli 1999 ausgerückt. «Bis zu 3500 Einzeldaten erfassen wir pro Unfall», schildert Georgi die Arbeit von vier Wissenschaftlern und und 50 Studenten. Ähnlich wie in Dresden wird in Hannover an einem vergleichbaren Projekt gearbeitet, allerdings bereits seit 30 Jahren.
«Unsere Aufmerksamkeit gilt neben technischen Parametern des Crashs dem Grad der Verletzungen und Langzeitfolgen bei Unfallopfern.» Aus diesem Grund arbeiten die Lehrstühle für Kraftfahrzeug- und Antriebstechnik sowie der Unfall- und Wiederherstellungschirurgie der TU Dresden im Projekt eng zusammen. Geldgeber ist die Forschungsvereinigung Automobiltechnik e.V., inZusammenschluss deutscher Autohersteller und -zulieferer. Laut Georgi interessiert sich auch der japanische Autohersteller Toyota für die Arbeit.

(Internet: www.verkehrsunfallforschung.de)

KATLEN TRAUTMANN

 

Katlen Trautmann • Tel.: 0351 31 777 81 • Fax: 3222 375 4 357 • Funk: 0171 26 66 354 • Email: katlen.trautmann@t-online.de

 
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