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Deutsche Presseagentur dpa, September 2005

Gesundheit/
(Zusammenfassung 1600)
Rauchen beeinflusst rheumatische Krankheiten negativ =

Dresden (dpa/sn) - Der Verzicht aufs Rauchen kann Verlauf und Schwere rheumatischer Erkrankungen lindern. Entsprechende Studien wurden auf dem am Mittwoch eröffneten 33. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) in Dresden vorgestellt. «Rheumatikern muss grundsätzlich vom Rauchen abgeraten werden», sagte DGRh-Generalsekretärin Prof. Erika Gromnica-Ihle. Rund 1500 Fachleute aus Europa erörtern bis Sonnabend Diagnose und Therapien von Rheuma.

Tabakkonsum erhöht den Studien zufolge das Risiko des Ausbruchs einer rheumatoiden Arthritis (RA). Dänische Forscher haben jüngst nachgewiesen, dass vor allem Raucher mit einer entsprechenden genetischen Vorbelastung einer vielfach höheren Rheuma-Gefahr ausgesetzt sind. Internationale Studien an Zwillingen zeigten, dass Raucher im Vergleich zu ihren Nichtraucher-Geschwistern ein zwölffach höheres Risiko eingingen. Erst nach zehn Lebensjahren ohne Zigarette
sinkt laut den Angaben das Risiko wieder auf das Niveau von
Nichtrauchern.

Den engen Zusammenhang zwischen Tabakkonsum und Krankheit belegt eine Studie des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums mit rund tausend Teilnehmern. «Bei Rauchern verläuft die Krankheit schwerer und sie leiden mehr Schmerzen», unterstrich Gromnica-Ihle. Zudem sprächen sie schlechter auf Therapien an.

Rheumatoide Arthritis (RA) ist mit 70 Prozent die häufigste
Rheuma-Krankheit. Etwa ein Prozent der Deutschen sei daran erkrankt, hieß es. Rund 30 000 Kinder und Jugendliche in Deutschland hätten rheumatische Beschwerden.

(Internet:www.dhrh.de)

 

Katlen Trautmann • Tel.: 0351 31 777 81 • Fax: 3222 375 4 357 • Funk: 0171 26 66 354 • Email: katlen.trautmann@t-online.de

 
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